NEWS von Montag, 12.10.2026
Nachschau 11.10.2026
Gala der Franzl-Trotter
Nach einem Fahrerwechsel vom erkrankten Sepp Sparber auf Seppi Franzl im Sulky von Excellent Grandcru begann das 1. Rennen. Mit einem Blitzstart setzte sich der Fuchswallach mit seinem ungewohnten Fahrer sofort an die Spitze, gab das Kommando bis ins Ziel nicht mehr ab und sorgte für den ersten Treffer des Nachmittags für den früheren Lasbek-Coach. Mit starkem Schlussakkord rückte Kaptain de l’Ocean (M. Bock) noch bis auf den Ehrenplatz vor, wogegen Iathenus Day (C. Fischer), der mit Zulage an den Start gegangen war, nur bis auf Rang drei vordringen konnte.

Ein Rennen später sah man den zweifachen Derbysieger im Sulky von Carrie B. in den Farben der KWM Stables. Auch hier ließ der „Senior“ der Familie nichts anbrennen, gestaltete das Rennen von der Spitze aus und siegte am Ende vor Mr. Sheffield Mo in der Hand von Tochter Lena. Die Dreierwette komplettierte Super Pro LR (R. Haller), der unterwegs im letzten Paar außen lag und durch den Schlussbogen bis auf Rang drei vorrücken konnte.
Trotz eines Sicherheitsstarts rund 20 m hinter dem Flügel des Startwagens ging auch Franzl-Crack Nummer drei auf die Siegerparade. Illypop Bar wurde vom Sauerlacher in der ersten Gegenseite am Feld vorbei an die Spitze beordert, und damit war die sprichwörtliche „Messe gesungen“. Zwar versuchte Marisa Bock mit Great Darkness Fire, die Favoritin durch einen Angriff letztmals gegenüber in Verlegenheit zu bringen. Der Versuch scheiterte jedoch: Illypop Bar setzte sich durch den Schlussbogen klar ab und behielt bis zum Ziel den Vorteil gegen den speedigen Luke Danes (L. Franzl) und gegen Great Darkness Fire, der für seine Courage mit Rang drei belohnt wurde. Damit war der Hattrick perfekt – aber es sollte noch mehr zu bejubeln geben.
Einen weiteren Sauerlacher Sieger, dieses Mal aber in der Hand von Besitzer Tom Karten, gab es durch Senna. Die zuletzt in Straubing an einem Fehler gescheiterte Stute übernahm nach dem „Ab“ sofort das Kommando und behielt die souveräne Führung bis ins Ziel. Pete S. Boko (R. Pletschacher) sicherte sich den Ehrenplatz weit vor Ghostrider Star (R. Haller), wogegen Mitfavoritin Wichita (J. Franzl) schon ausgangs der Gegenseite Notsignale sendete und abgeschlagen Letzte wurde.
Der Sieg im Amateurfahren wurde ebenfalls eine Beute des Franzl-Quartiers, hier durch Daniel Hinterhäuser und Northern Rose. Die Stute vom Team Auwald erwischte aus der zweiten Reihe einen wunderbaren Start und lag unterwegs hinter Speedy Ela Su (J. Wiesner) und Vaiana (H. Lorenz) an dritter Stelle innen. Vor dem Ziel wechselte Hinterhäuser in die Siegerlage, lauerte im Rücken von Nicole Baldwin (V. Sutor) und setzte seine Stute punktgenau am Ende der Gegenseite ein. Die Vierjährige packte unter den Hilfen ihres Fahrers sehr gut an, steckte ausgangs des Bogens den Kopf in Front und behielt einen knappen Vorteil gegenüber der tapfer kämpfenden Speedy Ela Su und dem gut durchziehenden Kador du Choquel (F. Veit). Dieser rückte nach einer Überprüfung durch die Rennleitung schließlich noch auf den Ehrenplatz vor, denn die Rennleitung erkannte eine Behinderung an Glory CG (M. Raschat) und sah sich so zum Handeln gezwungen.

Turbulent wurde es in der Anfängerklasse. Hier erwischten Erling (M. Bock) und Flightline (T. Karten) zwar den besten Start, verabschiedeten sich aber im Wettstar.de-Bogen mit Fehlern aus der Partie oder fielen deutlich zurück. Das nach dem Startfehler von Maverick auf fünf Pferde geschrumpfte Feld war in der Folge keine Herausforderung mehr für den Cindy-Truppo-Nachkommen Il Mozzafiato (J. Franzl), der sich vor den Tribünen an die Spitze setzte und im Stil eines erheblich besseren Pferdes den überlegenen Debüterfolg in 1:17,0 / 2.100 m gegen Vacation Memory (A. Geineder) und Waltzing Mathilda (C. Fischer) landete. Sulky-Treffer Nummer vier und Trainertreffer Nummer fünf waren so das Ergebnis für Seppi Franzl an einem alles in allem fast perfekten Tag.

Dass auch im vorletzten Rennen der Karte ein vom Team Sauerlach entsandter Vertreter die Nase vorn hatte, lag im Wesentlichen an Billy Kimber (P. Platzer), der sich am Start einen ausgiebigen Fehler geleistet hatte und die Prüfung mit deutlichem Rückstand aufnahm. So holte sich den Sieg der am Toto als zweiter Favorit gehandelte King des Ves (M. Raschat). Er rückte nach moderatem Start und einer Lage im Mittelfeld im Schlussbogen zum führenden Victory Ares (Dr. C. Schulz) auf und konnte in der Distanz den Schlussangriff von Unfinished Business (S. Hiendlmeier) erfolgreich abwehren. Hinter diesen beiden sicherte sich der nie aufsteckende Billy Kimber Rang drei.

Zum Abschluss konnte sich Peter Platzer für den vorhergehenden Ausrutscher mit Postillion entschädigen. Der Love-You-Wallach avancierte so zum einzigen nicht mit Sauerlach in Verbindung stehenden Sieger und gewann sicher gegen Magnum Stone (M. Larsen) und D Day As (A. Geineder).

Gut angenommen wurde der Frühschoppen mit Roland Hefter. Der beliebte Münchner Liedermacher und Stadtrat stattete der Rennbahn einen Besuch ab und ließ es sich nicht nehmen, in dem nach ihm benannten Auftaktrennen die Siegerehrung selbst vorzunehmen.
Weiter geht es in Daglfing am 22. Oktober mit einem PMU-Abendrenntag.


